Franzosen ist scheinbar nicht so schnell kalt wie Deutschen. Oder halten wir lieber fest, ihnen ist scheinbar nicht so schnell kalt wie mir, der Oberfrostbeule. Jedenfalls ist es immer wieder erstaunlich für mich, wie schnell die Lyonnaisen ihre Wintermäntel zu Hause lassen. Sobald ein paar Sonnenstrahlen den Tag begrüßen, müssen die Stiefel den neuesten Ballerinas weichen, die Hosen werden immer kürzer, Socken trägt Frau gar nicht mehr und die Mäntel werden zum Sommerschlaf verbannt und (wenn überhaupt) gegen Frühlingsjacken ausgetauscht. Es mag ja sein, dass hier, etwas südlicher in Europa, der Frühling eher einzieht... Zumindest sieht die Natur schon sehr nach Frühling aus, da die Bäume seit einigen Wochen ihre Knospen und Blüten nur so um die Wette sprießen lassen. Dennoch ist es für mich noch lange nicht so warm, dass ich den Mantel in den Schrank verbannen würde.
Wenn es hier dann einmal regnet, dann sind die Lyonnaisen richtig zimperlich. Es ist wirklich merkwürdig, aber die Leute hier scheinen wirklich alle aus Zucker zu sein, denn sobald nur ein paar Regentropfen auf die Erde tröpfeln, spannen sie ihre Regenschirme, die sie an bedeckten Tagen immer alle mit zu haben scheinen, sofort auf.
Was mir noch aufgefallen ist, ist, dass Frau hier im Winter fast ausschließlich einen Mantel trägt. Jacken sind nicht beliebt und richtig dicke Winterschuhe schon gar nicht. Egal wie kalt, egal wie glatt, sie trägt immer Stiefel... und friert lieber als sich warm anzuziehen, hauptsache modisch schick und hübsch hergerichtet! Auch ältere Damen laufen hier immer sehr gepflegt herum. Sie sind meist geschminkt und tragen edle Stoffe und schönen Goldschmuck. Die Männerwelt könnte sich davon, meiner Meinung nach, ein paar Scheibchen abschneiden, denn viele lassen sich hier, im Gegensatz zur auffällig hübsch gemachten Frauenwelt, ziemlich gehen.
Affichage des articles dont le libellé est Diese Franzosen. Afficher tous les articles
Affichage des articles dont le libellé est Diese Franzosen. Afficher tous les articles
mardi, mars 06, 2007
mardi, février 13, 2007
Ma vie dans une colocation francaise
Im Januar bin ich schnurstracks in meine neue colocation (WG) gezogen. Mit dieser Wohnung, die zentral gelegen, modernisiert, aufgeräumt, hell und schön ist, hatte ich wirklich Glück. Oder einfach damit, dass meine beiden Mitbewohner Charline und Matthias sich damals für mich entschieden. Es ist schön in einer Franzosen-WG zu leben. Jeder Gast, der mich hier besucht, ist zuerst einmal von zwei Dingen begeistert: 1. Dem riesigen Salon, mit Blick auf die nur einen Katzensprung entfernt liegende Oper und 2. von der herrschenden Ordnung und Sauberkeit in der Wohnung. Für mich ist das nicht bemerkenswert, sondern normal und auch nicht übertrieben sauber, aber ich erwähne es hier, da schon einige Leute bemerkten, wie proper es hier doch ist...
Meine beiden colocs fahren - wie es eigentlich dem Klischee nach alle französischen Studenten tun - regelmäßig an den Wochenenden nach Hause zu ihren Eltern. Also habe ich die Wohnung an den meisten Wochenenden für mich, was nicht wirklich schlecht ist. Wir haben auch keine Waschmaschine vor Ort (das war wirklich ein großer Luxus in der alten Wohnung), was die Häufigkeit der Elternbesuche sicher noch zusätzlich erklärt. Aber es ist immer wieder schön zu sehen wie sich unser Kühlschrank nach ihrer Rückkehr jedes Mal auf wunderbare Weise füllt. Wir kaufen die meisten Lebensmittel zusammen ein, wobei Matthias einen Wurst- und Fleischanteil bekommt für den Charline und ich uns Obst und Gemüse leisten. Es gibt also für jeden eine kleine Extrawurst. Beim Einkauf wird auf die günstigsten Produkte zurückgegriffen. Wenn nun aber die Beiden von ihren Eltern zurückkommen, tauchen jedes Mal einige ausgewähltere Nahrungsmittel im Kühlschrank auf, irgendwie lustig. Aber ich darf mich dann ja auch mit an diesen besonderen Speisen laben. Und wer hat das nicht auch selbst so gemacht, ist zum Waschen zu seinen Eltern gefahren und hat sich von ihnen ein paar Leckereien mitgeben lassen?!
Meine beiden colocs fahren - wie es eigentlich dem Klischee nach alle französischen Studenten tun - regelmäßig an den Wochenenden nach Hause zu ihren Eltern. Also habe ich die Wohnung an den meisten Wochenenden für mich, was nicht wirklich schlecht ist. Wir haben auch keine Waschmaschine vor Ort (das war wirklich ein großer Luxus in der alten Wohnung), was die Häufigkeit der Elternbesuche sicher noch zusätzlich erklärt. Aber es ist immer wieder schön zu sehen wie sich unser Kühlschrank nach ihrer Rückkehr jedes Mal auf wunderbare Weise füllt. Wir kaufen die meisten Lebensmittel zusammen ein, wobei Matthias einen Wurst- und Fleischanteil bekommt für den Charline und ich uns Obst und Gemüse leisten. Es gibt also für jeden eine kleine Extrawurst. Beim Einkauf wird auf die günstigsten Produkte zurückgegriffen. Wenn nun aber die Beiden von ihren Eltern zurückkommen, tauchen jedes Mal einige ausgewähltere Nahrungsmittel im Kühlschrank auf, irgendwie lustig. Aber ich darf mich dann ja auch mit an diesen besonderen Speisen laben. Und wer hat das nicht auch selbst so gemacht, ist zum Waschen zu seinen Eltern gefahren und hat sich von ihnen ein paar Leckereien mitgeben lassen?!
dimanche, janvier 28, 2007
Neulich im Supermarché
Da begab ich mich nach einer halben Ewigkeit endlich mal wieder zum Carrefour, wo sich dann Folgendes zutrug. Nachdem ich ein paar Lebensmittel in meinem Einkaufskorb angesammelt hatte, begab ich mich auf den Weg zur Kasse. Dazu ist anzumerken, dass die Kassen in Frankreich einem Schilderwald gleichen. Es gibt Kassen an denen nur mit Scheck oder Karte bezahlt werden kann, andere, bei denen man höchstens zehn Artikel einkaufen darf, Kassen für Leute, die sich die Einkäufe nach Hause fahren lassen, spezielle Kassen für Leute mit einer Bonuskarte und so weiter. Ich sah mich also etwas irritiert um und entdeckte an der Kasse meiner Wahl ein Schild, das ich nicht verstand. Also entschied ich mich lieber für die Kasse daneben. Dort hing auch ein Schild, welches ich aber nicht bemerkte. Doch darauf sollte ich noch hingewiesen werden...
Vor mir begann ein junges Paar mit Kinderwagen gerade damit, seine Waren auf dem Förderband abzulegen. Ich folgte ihrem Beispiel und wartete, denn an der Kasse verbringt man in Frankreich immer sehr viel Zeit. Plötzlich kam ein Opa mit seiner Frau im Rollstuhl angefahren und stellte sich direkt neben mich. Er begann ein kleines Gespräch mit dem Paar vor mir: "Sie haben einen Kinderwagen, gehen Sie vor." - "Aber sie haben eine Frau im Rollstuhl, gehen Sie ruhig vor!" - naja, so ging es ein paar Mal hin und her, bis das Paar sich dann zuerst abkassieren ließ und der Mann samt seiner Frau vor mir seinen Platz einnahm. Ich sorgte für ein bisschen Platz auf dem Fließband, indem ich meine Einkäufe zurückschob. Aus dem Nichts tauchte dann eine kleine, gebrechlich wirkende Oma auf, die mich ansprach und fragte, ob ich behindert sei. Ich, in der Blüte meiner Jugend und mir keiner körperlichen oder geistigen Behinderung meinerseits bewusst, verneinte diese Frage wahrheitsgemäß. Daraufhin meinte sie, dass dies doch aber eine Kasse für Behinderte sei. Nun begann ich endlich einmal meinen Blick gen Schilderwald zu heben. Direkt über mir erblickte ich es dann auch: Ein kleines Schild, auf dem ein Rollstuhl und eine schwangere Frau abgebildet waren, deren Bedeutung durch das in schwarzen Lettern gedruckte "Prioritaire" zusätzlich verstärkt wurde. Da war ich also eindeutig fehl am Platz! Das kommt davon, wenn man sich in Frankreich gedankenverloren an irgendeine, relativ kurz wirkende, Kasse anstellt... Doch die Oma hatte Mitleid mit mir und reihte sich erst hinter mir ein, zumal ich nur drei Kleinigkeiten hatte.
Ich finde es aber schön, dass es hier noch solche Vorzüge gibt und werde es in Zukunft sicher nicht mehr wagen, mich gedankenlos in irgendeine Schlange einzureihen...
Vor mir begann ein junges Paar mit Kinderwagen gerade damit, seine Waren auf dem Förderband abzulegen. Ich folgte ihrem Beispiel und wartete, denn an der Kasse verbringt man in Frankreich immer sehr viel Zeit. Plötzlich kam ein Opa mit seiner Frau im Rollstuhl angefahren und stellte sich direkt neben mich. Er begann ein kleines Gespräch mit dem Paar vor mir: "Sie haben einen Kinderwagen, gehen Sie vor." - "Aber sie haben eine Frau im Rollstuhl, gehen Sie ruhig vor!" - naja, so ging es ein paar Mal hin und her, bis das Paar sich dann zuerst abkassieren ließ und der Mann samt seiner Frau vor mir seinen Platz einnahm. Ich sorgte für ein bisschen Platz auf dem Fließband, indem ich meine Einkäufe zurückschob. Aus dem Nichts tauchte dann eine kleine, gebrechlich wirkende Oma auf, die mich ansprach und fragte, ob ich behindert sei. Ich, in der Blüte meiner Jugend und mir keiner körperlichen oder geistigen Behinderung meinerseits bewusst, verneinte diese Frage wahrheitsgemäß. Daraufhin meinte sie, dass dies doch aber eine Kasse für Behinderte sei. Nun begann ich endlich einmal meinen Blick gen Schilderwald zu heben. Direkt über mir erblickte ich es dann auch: Ein kleines Schild, auf dem ein Rollstuhl und eine schwangere Frau abgebildet waren, deren Bedeutung durch das in schwarzen Lettern gedruckte "Prioritaire" zusätzlich verstärkt wurde. Da war ich also eindeutig fehl am Platz! Das kommt davon, wenn man sich in Frankreich gedankenverloren an irgendeine, relativ kurz wirkende, Kasse anstellt... Doch die Oma hatte Mitleid mit mir und reihte sich erst hinter mir ein, zumal ich nur drei Kleinigkeiten hatte.
Ich finde es aber schön, dass es hier noch solche Vorzüge gibt und werde es in Zukunft sicher nicht mehr wagen, mich gedankenlos in irgendeine Schlange einzureihen...
jeudi, décembre 07, 2006
Frankreicheindrücke
Ein bisschen Zeit ist ja seit meiner letzten Zusammenfassung der Eindrücke hier vor Ort schon wieder verstrichen... Deshalb möchte ich mal wieder ein paar Auffälligkeiten auflisten, die mir hier im Gegensatz zu den Deutschen aufgefallen sind. Zuerst einmal ein paar allgemeine Worte zur Vorweihnachtszeit in Frankreich.
Die Franzosen...
... essen scheinbar keine Lebkuchen, zumindest gibt es diese hier nicht käuflich zu erwerben. Wenn denn hier nicht die Firma "Schlecker" zu finden wäre. Denn Dank dieses Ladens bekomme ich zumindest die Möglichkeit dieses Genusses!
... scheinen vieeel später als die Deutschen dem Weihnachtsfieber zu verfallen. Die Flut der Angebote hielt sich bis Anfang Dezember zurück, geschmückt wurde erst Ende November und Weihnachtslieder hab ich hier bisher kaum gehört, das ist wirklich mal eine entspannte Vorweihnachtszeit!
Hier in Lyon im Alltag habe ich Folgendes festgestellt.
In Lyon...
... sind in der Woche täglich gegen 17h00 die Straßenkreuzungen hoffnungslos verstopft. An den Ampelkreuzungen herrscht das reinste Chaos, alle Autos stehen auf der Kreuzung herum, während sich hinter ihnen ein kilometerlanger Stau bildet, die Straßenbahn kommt nicht durch und alle Leute meinen grün zu haben... Wirklich verrückt! Das Hupkonzert dazu ist auch immer wieder nervenaufreibend..., gehupt wird hier sowieso ständig.
... haben die Leute im Alltag einfach die Arschruhe weg! Wenn die Straßenbahn aus unerklärlichen Gründen steht und steht gibt es bei den Fahrgästen keinerlei sichtbare Reaktionen darauf. Die Leute bleiben locker und entspannt, lassen sich überhaut nicht aus der Ruhe bringen und beginnen auch nicht hektisch alle paar Sekunden auf ihre Uhr zu starren. Sie lassen es über sich ergehen, richtig so! Denn ändern können sie daran ja eh nichts. Auch wenn ein Streik angekündigt wird, bringt dieser die Leute hier nicht aus der Ruhe. Das liegt aber sicher auch daran, dass Streiks hier einfach an der Tagesordnung sind!
... herrscht eine absolute Kontrolle über die Fahrgäste des Nahverkehrssystems. Beim Eintritt in die Métro sind überall an den Eingängen Sperren zu finden, die sich nur durch das Abstempeln des Tickets öffnen. In den Straßenbahnen muss man immer sein Ticket abstempeln. Oder, wenn man im Besitz einer Monatskarte ist, muss diese an den Leser gehalten werden, der dann eine gültigen Karte durch einen "Piep" und grünes Licht signalisiert. Wenn aber jemand keine gültge Karte hat, bekommt das jeder Fahrgast mit, da es drei Mal piept und das Licht rot leuchtet... Ich versteh nicht, wieso ich jedes Mal diese Karte abpiepsen muss und glaube, dass dies einfach nur der totalen Kontrolle der Fahrgäste dient.
... fahren die U-Bahnen und die Züge wie in England, also immer auf der falschen Seite, was beim Warten im U-Bahnhof noch immer des Öfteren zu Verwirrungen meinerseits führt.
... existieren für die Fußgänger keine roten Ampeln. Kinder bekommen es bereits mit der Muttermilch verabreicht, dass man - egal ob die Ampel rot oder grün ist - immer über die Straße gehen kann. Die Autofahrer haben teilweise keine Chance bei grün über die Ampel zu fahren, da die Menschenmassen einfach immer weiter gehen.
... rempeln die Menschen gerne. Aus dem Weg geht man als Franzose scheinbar nicht - man bleibt seinem Weg treu und setzt darauf, dass der Entgegenkommende ausweicht. Gerempelt wird hier so richtig!
... sprechen die Leute oft in gedämpfter Lautstärke. Egal ob im Café, der Bahn oder auf der Straße, die Gesprächslautstärke liegt deutlich unter der der Deutschen. Deshalb fällt man hier im Gespräch mit Anderen auch immer gleich auf.
... gibt es morgens und abends immer eine Reihe kostenloser Zeitungen auf der Straße. Sie werden an den Métroein- und ausgängen verteilt. Drei Zeitungen namens "20 Minutes", "Lyon plus" und "Métro" kann man sich morgens für die Bahnfahrten mitgeben lassen, abends wird der "Direct soir" verteilt. Es sind oberflächliche Klatschmagazine, in denen zum Beispiel politische Ereignisse, Anzeigen, Fernsehprogramme, Wetteraussichten - eben ein paar allgemeine Informationen - zu finden sind. Abends im Direct soir, der mich an die BILD erinnert, gibt es dann neben den aktuellen Geschehnissen noch ein bisschen was über ein paar Stars und deren Geschichtchen zu lesen.
Die Franzosen...
... essen scheinbar keine Lebkuchen, zumindest gibt es diese hier nicht käuflich zu erwerben. Wenn denn hier nicht die Firma "Schlecker" zu finden wäre. Denn Dank dieses Ladens bekomme ich zumindest die Möglichkeit dieses Genusses!
... scheinen vieeel später als die Deutschen dem Weihnachtsfieber zu verfallen. Die Flut der Angebote hielt sich bis Anfang Dezember zurück, geschmückt wurde erst Ende November und Weihnachtslieder hab ich hier bisher kaum gehört, das ist wirklich mal eine entspannte Vorweihnachtszeit!
Hier in Lyon im Alltag habe ich Folgendes festgestellt.
In Lyon...
... sind in der Woche täglich gegen 17h00 die Straßenkreuzungen hoffnungslos verstopft. An den Ampelkreuzungen herrscht das reinste Chaos, alle Autos stehen auf der Kreuzung herum, während sich hinter ihnen ein kilometerlanger Stau bildet, die Straßenbahn kommt nicht durch und alle Leute meinen grün zu haben... Wirklich verrückt! Das Hupkonzert dazu ist auch immer wieder nervenaufreibend..., gehupt wird hier sowieso ständig.
... haben die Leute im Alltag einfach die Arschruhe weg! Wenn die Straßenbahn aus unerklärlichen Gründen steht und steht gibt es bei den Fahrgästen keinerlei sichtbare Reaktionen darauf. Die Leute bleiben locker und entspannt, lassen sich überhaut nicht aus der Ruhe bringen und beginnen auch nicht hektisch alle paar Sekunden auf ihre Uhr zu starren. Sie lassen es über sich ergehen, richtig so! Denn ändern können sie daran ja eh nichts. Auch wenn ein Streik angekündigt wird, bringt dieser die Leute hier nicht aus der Ruhe. Das liegt aber sicher auch daran, dass Streiks hier einfach an der Tagesordnung sind!
... herrscht eine absolute Kontrolle über die Fahrgäste des Nahverkehrssystems. Beim Eintritt in die Métro sind überall an den Eingängen Sperren zu finden, die sich nur durch das Abstempeln des Tickets öffnen. In den Straßenbahnen muss man immer sein Ticket abstempeln. Oder, wenn man im Besitz einer Monatskarte ist, muss diese an den Leser gehalten werden, der dann eine gültigen Karte durch einen "Piep" und grünes Licht signalisiert. Wenn aber jemand keine gültge Karte hat, bekommt das jeder Fahrgast mit, da es drei Mal piept und das Licht rot leuchtet... Ich versteh nicht, wieso ich jedes Mal diese Karte abpiepsen muss und glaube, dass dies einfach nur der totalen Kontrolle der Fahrgäste dient.
... fahren die U-Bahnen und die Züge wie in England, also immer auf der falschen Seite, was beim Warten im U-Bahnhof noch immer des Öfteren zu Verwirrungen meinerseits führt.
... existieren für die Fußgänger keine roten Ampeln. Kinder bekommen es bereits mit der Muttermilch verabreicht, dass man - egal ob die Ampel rot oder grün ist - immer über die Straße gehen kann. Die Autofahrer haben teilweise keine Chance bei grün über die Ampel zu fahren, da die Menschenmassen einfach immer weiter gehen.
... rempeln die Menschen gerne. Aus dem Weg geht man als Franzose scheinbar nicht - man bleibt seinem Weg treu und setzt darauf, dass der Entgegenkommende ausweicht. Gerempelt wird hier so richtig!
... sprechen die Leute oft in gedämpfter Lautstärke. Egal ob im Café, der Bahn oder auf der Straße, die Gesprächslautstärke liegt deutlich unter der der Deutschen. Deshalb fällt man hier im Gespräch mit Anderen auch immer gleich auf.
... gibt es morgens und abends immer eine Reihe kostenloser Zeitungen auf der Straße. Sie werden an den Métroein- und ausgängen verteilt. Drei Zeitungen namens "20 Minutes", "Lyon plus" und "Métro" kann man sich morgens für die Bahnfahrten mitgeben lassen, abends wird der "Direct soir" verteilt. Es sind oberflächliche Klatschmagazine, in denen zum Beispiel politische Ereignisse, Anzeigen, Fernsehprogramme, Wetteraussichten - eben ein paar allgemeine Informationen - zu finden sind. Abends im Direct soir, der mich an die BILD erinnert, gibt es dann neben den aktuellen Geschehnissen noch ein bisschen was über ein paar Stars und deren Geschichtchen zu lesen.
vendredi, novembre 10, 2006
In der Ruhe liegt die Kraft
Die lieben Franzosen: Sie scheinen nicht nur eine wahre Abneigung gegen Bargeld zu haben, nein, sie stehen scheinbar auch unglaublich gerne stundenlang an den Kassen der Hypermarchés, bis sie dann selbst an der Reihe sind, um alle Dahinterstehenden von ihrer Ruhe, Gelassenheit und Ausdauer zu überzeugen. Sie packen gemütlich und in einem Schneckentempo, oder auch noch langsamer, ihre Einkäufe ein, gerne jedes Stück einzeln in eine kostenlose Plastiktüte, auf der lustigerweise schon "Par Respect de la Nature - Ne jetez pas ce sac dans la nature. Réutilisez-le ou jetez-le à la poubelle" steht. (Respektieren Sie die Natur - die Tüte nicht in die Natur werfen. Verwenden Sie sie wieder oder werfen Sie sie in den Müll) Von wegen Respektieren Sie die Natur! Nicht selten konnte ich schon beobachten, dass sogar zwei Tüten ineinandergesteckt werden, damit der eine Liter Milch, den eine Tüte locker tragen könnte (denn wir sprechen hier von sehr stabilen Tüten!), ja nicht herausfallen kann... Tja, und dieses Tütengewurschtel braucht eben seine Zeit. Die Kassiererinnen feilen derweil ihre Nägel, gucken dumm aus der Wäsche, oder helfen dem Kunden beim Einpacken des Eingekauften. Denn bezahlt wird standesgemäß erst NACHDEM alles wohl verpackt ist... So kann man eben einen ganz entspannten Einkauf erleben und wird als Ungeduldiger ganz nebenbei auch noch zur Geduld erzogen - denn zum Einkaufen muss man hier Zeit haben...
Für mich ist diese entspannte (?) Form des Einkaufens wirklich gewöhnungsbedürftig. Hier in Frankreich ist nicht das Heraussuchen der einzelnen Einkaufswaren das Zeitaufwändige, sondern zum Bezahlen dieser zu kommen. Denn auch das veraltete und sehr zeitintensive System der Bezahlungsmöglichkeit mit Schecks frisst eine Menge Zeit. Schecks, das sind einzelne Zettel in einem Scheckheft (Chéquier), bei dem der Kunde zum Bezahlen einen Scheck aus dem Heft heraustrennt, der durch die Kasse gejagt wird, um ihm die zu bezahlende Summe aufzudrucken. Dies erfordert anschließend eine Unterschrift des Kunden und benötigt insgesamt irgendwie viel mehr Schreibkram als alle anderen gängigen Zahlungsmittel.
Und wenn nicht das gute Scheckheft oder eine Reihe von gesammelten Bonusbons gezückt wird, entscheidet man sich für die Visakarte. Bargeldlos heißt hier DER Trend!
Für mich ist diese entspannte (?) Form des Einkaufens wirklich gewöhnungsbedürftig. Hier in Frankreich ist nicht das Heraussuchen der einzelnen Einkaufswaren das Zeitaufwändige, sondern zum Bezahlen dieser zu kommen. Denn auch das veraltete und sehr zeitintensive System der Bezahlungsmöglichkeit mit Schecks frisst eine Menge Zeit. Schecks, das sind einzelne Zettel in einem Scheckheft (Chéquier), bei dem der Kunde zum Bezahlen einen Scheck aus dem Heft heraustrennt, der durch die Kasse gejagt wird, um ihm die zu bezahlende Summe aufzudrucken. Dies erfordert anschließend eine Unterschrift des Kunden und benötigt insgesamt irgendwie viel mehr Schreibkram als alle anderen gängigen Zahlungsmittel.
Und wenn nicht das gute Scheckheft oder eine Reihe von gesammelten Bonusbons gezückt wird, entscheidet man sich für die Visakarte. Bargeldlos heißt hier DER Trend!
lundi, octobre 16, 2006
Es war einmal die BNP Paribas...
Was mir neulich einfiel ist, dass ich ja noch gar nichts von meinem Erfolgserlebnis bei der BNP Paribas, der französischen Bank meines Vertrauens, erzählt habe.
Vorweg nehmen kann ich, dass ich seit etwas mehr als einer Woche nun schon stolze Besitzerin einer "Carte Bleue" - einer französischen Visakarte - bin!
Also, zugetragen hat sich die ganze Geschichte wie folgt.
Auf Anraten einer Freundin vor Ort ging ich in meiner zweiten Woche, die ich hier in Lyon verbrachte, einmal zur BNP, die direkt bei mir an der Métrostation eine ihrer Filialen hat. "Wie praktisch!" dachte ich mir, denn so ne Filiale um die Ecke ist für Bargeld doch immer wünschenswert.
Nach einem etwas mehr als halbstündigen Gespräch mit einer sehr netten jungen Dame, die viel Einfühlungsvermögen für mich und mein damals noch sehr gestottertes Französisch aufwies, hatte ich den grundlegenden Schreib- und Anmeldungskram dann auch schon erledigt und bekam eine dicke Mappe mit den wichtigsten Papieren mit nach Hause.
Einige Tage später, als ich dann meinen Mietvertrag und meinen Studentenausweis besaß, brachte ich diese Dokumente in Form von Kopien zur BNP. Ich dachte, dass ich nun nur noch auf einen Brief der BNP warten müsse, mit dem ich dann die Karte abholen könne. Denn das wird hier so vollzogen, dass ein Brief nach Hause geschickt wird, um zu überprüfen, ob man dort auch wirklich wohnt.
Eines schönen Tages, gut eine Woche nach der eigentlichen Anmeldung, kam dann der heißersehnte Brief auch schon ins Haus geflattert. Voller Vorfreude auf die gute Karte ging ich mit dem heilig geglaubten Brief in die besagte Filiale und hielt ihn der blonden Vorzimmerdame vor´s Gesicht. Sie warf einen prüfenden Blick darauf, tippte in ihrem Computer herum, schrieb einen Zahlencode auf ein quietschgelbes Post-It Zettelchen, klebte dieses auf meine Carte Bleue und ging damit zu meiner Beraterin, um einen Plausch mit ihr zu halten.
Anschließend kehrte sie zu mir zurück und ließ einen französischen Redeschwall über mich ergehen, aus dem ich nur entnahm, dass ich an diesem Tag wohl keine Karte würde mitnehmen können. Also zog ich gesenkten Hauptes von dannen und blies ein paar Stunden Trübsal.
Am darauffolgenden Montag ging ich wieder in die Filiale, um zu erfragen, was denn nun noch fehlen würde und worauf ich noch warten müsse.
Ich verstand etwas von "Justification du domicile", jedoch absolut nicht, WAS das sein sollte...
Wieder zog ich enttäuscht und unverstanden von dannen und war auch nach diesem Besuch in der Bank nicht viel schlauer als zuvor. Am nächsten Tag wollte ich es dann ganz genau wissen und ging mit dem Ziel in die Bank, diesmal wirklich zu verstehen, worauf ich zu warten hätte.
Die Dame erklärte mir - wie schon die Male zuvor, in Anbetracht der langen Menschenschlange die sich hinter mir bildete, in einem Affentempo - irgendwas, und ich war nicht zu viel mehr in der Lage als "Je le n´ai pas compri!" zu sagen. Irgendwas faselte sie dauernd von der Post und dass da jemand an der Tür klingeln würde und eine Unterschrift von mir haben wolle, mir dann nen Durchdruck dalassen würde, der dann das gewünschte Zettelchen für die Bank sei. Ich wartete tagelang auf diesen Postmenschen, der mir im realen Leben jedoch nie erschien... Und nach ein paar ruhelosen Tagen dackelte ich dann zum wiederholten Male zur BNP, wo ich die Gunst der Stunde zu nutzen wusste, als die blonde Empfangsdame nicht anwesend war und von einem kompetenter wirkenden älteren Herrn ersetzt wurde. Ich bereitete ihn schonend auf mein Problem vor, indem ich erklärte, dass ich aufgrund meiner Nichtfranzösigkeit nur langsam sprechen könne und dies auch von ihm erwarte und auch, dass ich bereits zum wiederholten Male dieses Problem, das ich nicht verstehen könne, in dieser Filiale vortrage. Er nahm sich genau die richtige Zeit für mich und erklärte mir alles genauestens, ich verstand es (!) und meinte, dass bedauerlicherweise nie ein Postmann bei mir gewesen sei. Daraufhin öffneten sich mir die Tore zu meiner einstmaligen Kontoeröffnungsdame, die mir DEN Zettel einmal zeigte, der sich eigentlich doch schon längst in meinem Briefkasten hätte befinden sollen. Aber da war er nie und würde er auch nie landen...!
Ich sollte mich nun noch ein paar Tage in Geduld üben, was aber vergeblich war. Letztendlich war dann mein in Lyon eintreffender Mitbewohner Cyril der Retter in meiner Not, da er mir ein Schriftstück entwarf, auf dem er versicherte, dass ich in Lyon, genau da wo es der Mietvertrag auch schon beschrieben hatte, wohne. Ich stapfte also vergangene Woche Freitag mit dem besagten Brief, Cyrils Ausweis und einer Gasrechnung bewaffnet in die BNP und hielt meine "Beute" (die "Justification du domicile") voller Stolz dem dasitzenden netten Herrn vor die Nase. Nach einer genauen Prüfung der vorgelgten Dokumente und angefertigter Photokopien für die Akten freute er sich dann sehr, mir nun endlich, nach fast täglichen BNP-Besuchen meinerseits, die heiß ersehnte Karte aushändigen zu können! Und seitdem genieße ich diese neue "Freiheit", auch hier in Frankreich an mein Bargeld zu kommen, auch wenn man das hier, angesichts des vorherrschenden Einsatzes von Schecks und Kreditkarten, eigentlich fast gar nicht braucht.
Man, man, die Franzosen sind und bleiben einfach Meister darin, Sachen zu verkomplizieren!!!
Also, zugetragen hat sich die ganze Geschichte wie folgt.
Auf Anraten einer Freundin vor Ort ging ich in meiner zweiten Woche, die ich hier in Lyon verbrachte, einmal zur BNP, die direkt bei mir an der Métrostation eine ihrer Filialen hat. "Wie praktisch!" dachte ich mir, denn so ne Filiale um die Ecke ist für Bargeld doch immer wünschenswert.
Nach einem etwas mehr als halbstündigen Gespräch mit einer sehr netten jungen Dame, die viel Einfühlungsvermögen für mich und mein damals noch sehr gestottertes Französisch aufwies, hatte ich den grundlegenden Schreib- und Anmeldungskram dann auch schon erledigt und bekam eine dicke Mappe mit den wichtigsten Papieren mit nach Hause.
Einige Tage später, als ich dann meinen Mietvertrag und meinen Studentenausweis besaß, brachte ich diese Dokumente in Form von Kopien zur BNP. Ich dachte, dass ich nun nur noch auf einen Brief der BNP warten müsse, mit dem ich dann die Karte abholen könne. Denn das wird hier so vollzogen, dass ein Brief nach Hause geschickt wird, um zu überprüfen, ob man dort auch wirklich wohnt.
Eines schönen Tages, gut eine Woche nach der eigentlichen Anmeldung, kam dann der heißersehnte Brief auch schon ins Haus geflattert. Voller Vorfreude auf die gute Karte ging ich mit dem heilig geglaubten Brief in die besagte Filiale und hielt ihn der blonden Vorzimmerdame vor´s Gesicht. Sie warf einen prüfenden Blick darauf, tippte in ihrem Computer herum, schrieb einen Zahlencode auf ein quietschgelbes Post-It Zettelchen, klebte dieses auf meine Carte Bleue und ging damit zu meiner Beraterin, um einen Plausch mit ihr zu halten.
Anschließend kehrte sie zu mir zurück und ließ einen französischen Redeschwall über mich ergehen, aus dem ich nur entnahm, dass ich an diesem Tag wohl keine Karte würde mitnehmen können. Also zog ich gesenkten Hauptes von dannen und blies ein paar Stunden Trübsal.
Am darauffolgenden Montag ging ich wieder in die Filiale, um zu erfragen, was denn nun noch fehlen würde und worauf ich noch warten müsse.
Ich verstand etwas von "Justification du domicile", jedoch absolut nicht, WAS das sein sollte...
Wieder zog ich enttäuscht und unverstanden von dannen und war auch nach diesem Besuch in der Bank nicht viel schlauer als zuvor. Am nächsten Tag wollte ich es dann ganz genau wissen und ging mit dem Ziel in die Bank, diesmal wirklich zu verstehen, worauf ich zu warten hätte.
Die Dame erklärte mir - wie schon die Male zuvor, in Anbetracht der langen Menschenschlange die sich hinter mir bildete, in einem Affentempo - irgendwas, und ich war nicht zu viel mehr in der Lage als "Je le n´ai pas compri!" zu sagen. Irgendwas faselte sie dauernd von der Post und dass da jemand an der Tür klingeln würde und eine Unterschrift von mir haben wolle, mir dann nen Durchdruck dalassen würde, der dann das gewünschte Zettelchen für die Bank sei. Ich wartete tagelang auf diesen Postmenschen, der mir im realen Leben jedoch nie erschien... Und nach ein paar ruhelosen Tagen dackelte ich dann zum wiederholten Male zur BNP, wo ich die Gunst der Stunde zu nutzen wusste, als die blonde Empfangsdame nicht anwesend war und von einem kompetenter wirkenden älteren Herrn ersetzt wurde. Ich bereitete ihn schonend auf mein Problem vor, indem ich erklärte, dass ich aufgrund meiner Nichtfranzösigkeit nur langsam sprechen könne und dies auch von ihm erwarte und auch, dass ich bereits zum wiederholten Male dieses Problem, das ich nicht verstehen könne, in dieser Filiale vortrage. Er nahm sich genau die richtige Zeit für mich und erklärte mir alles genauestens, ich verstand es (!) und meinte, dass bedauerlicherweise nie ein Postmann bei mir gewesen sei. Daraufhin öffneten sich mir die Tore zu meiner einstmaligen Kontoeröffnungsdame, die mir DEN Zettel einmal zeigte, der sich eigentlich doch schon längst in meinem Briefkasten hätte befinden sollen. Aber da war er nie und würde er auch nie landen...!
Ich sollte mich nun noch ein paar Tage in Geduld üben, was aber vergeblich war. Letztendlich war dann mein in Lyon eintreffender Mitbewohner Cyril der Retter in meiner Not, da er mir ein Schriftstück entwarf, auf dem er versicherte, dass ich in Lyon, genau da wo es der Mietvertrag auch schon beschrieben hatte, wohne. Ich stapfte also vergangene Woche Freitag mit dem besagten Brief, Cyrils Ausweis und einer Gasrechnung bewaffnet in die BNP und hielt meine "Beute" (die "Justification du domicile") voller Stolz dem dasitzenden netten Herrn vor die Nase. Nach einer genauen Prüfung der vorgelgten Dokumente und angefertigter Photokopien für die Akten freute er sich dann sehr, mir nun endlich, nach fast täglichen BNP-Besuchen meinerseits, die heiß ersehnte Karte aushändigen zu können! Und seitdem genieße ich diese neue "Freiheit", auch hier in Frankreich an mein Bargeld zu kommen, auch wenn man das hier, angesichts des vorherrschenden Einsatzes von Schecks und Kreditkarten, eigentlich fast gar nicht braucht.
Man, man, die Franzosen sind und bleiben einfach Meister darin, Sachen zu verkomplizieren!!!
lundi, octobre 02, 2006
Nette kleine Dinge...
Guten Tag,
nun ist es wieder einmal so weit, dass ich - an meinem freien Montag - etwas Zeit zum Schreiben finde. Am Wochenende war Philli bei mir zu Besuch. Petrus war uns leider nicht besonders gut gesonnen und gestern regnete es sich dann richtig ein, doch wir ließen uns nicht davon abhalten, die Gegend unsicher zu machen und erkundeten einige nette Eckchen in Lyon (davon gibts dann bei Philli sicher detailliertere Beschreibungen, und um Philou nichts vorweg zu nehmen halte ich mich an dieser Stelle galant zurück!).
Was ich aber heute eigentlich mal loswerden möchte, sind die netten kleinen Dinge, die mir hier in meinem ersten Monat in Lyon an meinen täglichen Forschungsobjekten - den Franzosen - aufgefallen sind...
Zu den Studenten habe ich ja bereits gesagt, dass sie scheinbar nicht anders können, als strebsam zu sein und in den Vorlesungen ALLES mitzupinseln. Auffällig ist auch, dass die Leute an der Uni eigentlich so gut wie nie einen Rucksack tragen - sowas scheint hier nicht zu existieren - der französische Student hat eine Plastemappe mit seinen Zetteln und drei Stiften drin und (wenn überhaupt) eine kleine Handtasche dabei... Die Mappe wird ganz locker unter den Arm geklemmt und so bewegt man sich hier fort. Da komm ich mir mit meinem fetten Rucksack, der auch immer schön vollgestopft ist, immer etwas "ausserirdisch" vor.
Die männliche Jugend in dieser Stadt, egal ob sie 14 oder 20+ Jahre zu bieten hat, trägt hier sehr häufig ein kleines Minitäschchen über ihre Schulter, was mich einfach jedes mal wieder zum Lachen bringt. Da kommen die größten Prollos daher und tragen ne Handtasche, so eine kleine, am besten hellbraun mit Karomuster drauf... Mir ist sowas (kleine schwarze Ledertaschen am Handgelenk) in DL bisher nur bei Rentnern (beonders häufig bei meiner Arbeit im Copyshop) begegnet!
Die Hunde, die bei mir in der Ecke wohnen, werden zum Gassigehen immer von Auto zu Auto geführt, um ihre Haufen davor oder dahinter abzulegen... - das ist einfach nur eine RIESENschweinerei und nicht selten kann man den Hundekotspuren auf dem Gehweg in Form von menschlichen Fußabdrücken folgen...! Morgens zwischen 7h00 und 8h00 laufen deswegen auch immer WasserMASSEN an den Gehwegen (Bordsteinkanten) entlang, um die Straßen vom Hundekot, den Zigarettenstummeln und dem sonstigen Müll zu befreien. Auch eine Art, die Gehwege sauber zu halten!
nun ist es wieder einmal so weit, dass ich - an meinem freien Montag - etwas Zeit zum Schreiben finde. Am Wochenende war Philli bei mir zu Besuch. Petrus war uns leider nicht besonders gut gesonnen und gestern regnete es sich dann richtig ein, doch wir ließen uns nicht davon abhalten, die Gegend unsicher zu machen und erkundeten einige nette Eckchen in Lyon (davon gibts dann bei Philli sicher detailliertere Beschreibungen, und um Philou nichts vorweg zu nehmen halte ich mich an dieser Stelle galant zurück!).
Was ich aber heute eigentlich mal loswerden möchte, sind die netten kleinen Dinge, die mir hier in meinem ersten Monat in Lyon an meinen täglichen Forschungsobjekten - den Franzosen - aufgefallen sind...
Zu den Studenten habe ich ja bereits gesagt, dass sie scheinbar nicht anders können, als strebsam zu sein und in den Vorlesungen ALLES mitzupinseln. Auffällig ist auch, dass die Leute an der Uni eigentlich so gut wie nie einen Rucksack tragen - sowas scheint hier nicht zu existieren - der französische Student hat eine Plastemappe mit seinen Zetteln und drei Stiften drin und (wenn überhaupt) eine kleine Handtasche dabei... Die Mappe wird ganz locker unter den Arm geklemmt und so bewegt man sich hier fort. Da komm ich mir mit meinem fetten Rucksack, der auch immer schön vollgestopft ist, immer etwas "ausserirdisch" vor.
Die männliche Jugend in dieser Stadt, egal ob sie 14 oder 20+ Jahre zu bieten hat, trägt hier sehr häufig ein kleines Minitäschchen über ihre Schulter, was mich einfach jedes mal wieder zum Lachen bringt. Da kommen die größten Prollos daher und tragen ne Handtasche, so eine kleine, am besten hellbraun mit Karomuster drauf... Mir ist sowas (kleine schwarze Ledertaschen am Handgelenk) in DL bisher nur bei Rentnern (beonders häufig bei meiner Arbeit im Copyshop) begegnet!
Die Hunde, die bei mir in der Ecke wohnen, werden zum Gassigehen immer von Auto zu Auto geführt, um ihre Haufen davor oder dahinter abzulegen... - das ist einfach nur eine RIESENschweinerei und nicht selten kann man den Hundekotspuren auf dem Gehweg in Form von menschlichen Fußabdrücken folgen...! Morgens zwischen 7h00 und 8h00 laufen deswegen auch immer WasserMASSEN an den Gehwegen (Bordsteinkanten) entlang, um die Straßen vom Hundekot, den Zigarettenstummeln und dem sonstigen Müll zu befreien. Auch eine Art, die Gehwege sauber zu halten!
Ansonsten ist das Leben hier inzwischen noch immer sehr aufregend und neu, ich verstehe die Sprache schon einigermaßen, stelle mich mit dem Produzieren aber noch sehr an..., aber die Zeit wird da ihre Wirkung zeigen, da bin ich sicher!
Inscription à :
Articles (Atom)
